Top 10 2016

Diese 10 Künstler überzeugten die Jury und setzten sich gegen mehr als 2.000 Bewerbungen aus 84 Ländern. Alle zehn Finalisten erhielten die Möglichkeit, ihre Arbeit auf der BLOOOM - the converging art show in Köln vom 27. bis 30. Oktober 2016 vor 37.000 Besuchern auszustellen.

  • Finalist Tadao Cern, Litauen
    Black Balloons

Material: Gummi, Plastik, Schwefel, Hexafluoride, Kohlenstoff, Dioxide, Helium
Maße: 200 x 200 cm
Anfänglich beschäftigte sich Tadao Cern mit der Idee, zwei Luftballons miteinander zu verbinden. Eine Idee, die zwischen verschiedenen laufenden Projekten entstand. Also kaufte er sich zunächst zwei Luftballons und war überwältigt von den Ergebnissen seiner ersten Experimente, bei denen er zunächst nur zwei Gase – Helium und Schwefelhexafluorid – verwendete. Das Projekt erweckte in ihm eine Art kindische Experimentierfreude, sodass er später versuchte die Ballons inmitten eines Glastanks zum Schweben zu bringen.
Das Experiment deckt viele Seiten auf und je näher man es betrachtet, desto mehr erkennt man: in der Einfachheit liegt die Genialität.
  • Gewinner 1. Platz: Matthias Danberg, Deutschland
    Sculptures

Video
Länge: 17:40 min
Motive, die zwischen einer transhumanistischen Science-Fiktion-Erzählung und der reinen Präsentation skulputuraler Arbeiten schwanken, sieht man in der Videoarbeit von Matthias Danberg.
Dabei wagt der Künstler den Versuch, klassisch antike, kubistische und architektonische Gestaltungsformen mit der gegenwärtigen Formsprache des Science-Fiction-Genres zu kreuzen.
  • Gewinnerin 3. Platz: Femke Huurdeman, Niederlande
    Pippin and the Pursuits of Life

Video
Länge: 05:48 min
„Pippin and the Pursuits of Life“ war die Abschlussarbeit der jungen Künstlerin Femke Huurdeman.
Den Fashion-Film mit der Story von Pippin erstellte Femke Huurdeman für den niederländischen Designer Maaike Fransen.
Dabei hatte sie schon die Gelegenheit, ihn auf verschiedenen Fashion Film Festivals weltweit zu präsentieren.
  • Finalist Aaron Li-Hill, USA
    Electric Currents and Mortal Wounds

Material: Holz, Latex. Pappkarton, Aerosol, Winyl, Wasser
Maße: 750 x 450 x 300 cm
Ineinander verworrene, multi-dimensionale Strukturen aus Quellenmaterial wie Holz und Pappe, rückgewonnene Materialien, Latexfarben – die Installation des Künstlers Aaron Li-Hill reagiert auf ihre Umgebung. Darstellerische Formen sind auf Teilen der Installation zu sehen, die sich in dem mit Teichfolie ausgelegten und mit Wasser gefüllten Teich spiegeln.
  • Finalist Martin Reiche, Deutschland
    Shell Performance

Material: Computer, Bildschirme, Kabel
Maße: 70 x 200 x 10 cm
Das Kunstwerk von Martin Reiche basiert auf Dateien, die auf drei in Ghana auf Elektroschrott-Müllhalden (vom KairUs-Kollektiv Linz) gekauften Festplatten gefunden wurden. Shell performance wurde erstmals auf dem Art Meets Radical Openness-Festival in Linz ausgestellt.
Die Arbeit des Künstlers ist teilweise pornographisch, da der Inhalt der Festplatten wiedergegeben wird.
  • Finalist Marco Sanna, Deutschland
    Wir klicken - Lichtschalter Sound Cube

Material: Metall, Stahl, Lichtschalter, Speakerboxen mit SD-Funktion, Lautsprecher und Kabel
Maße: 52 x 52 x 52 cm
Der Lichtschalter-Sound-Cube ist eines der aktuellen Arbeiten des Künstlers Marco Sanna, die mit Sound- und Objektebenen spielen. 180 Lichtschalter steuern anstatt Licht Sound an.
Dabei wechseln die Soundebenen hier und mischen sich immer neu. Sie spielen z.B. durch Geräusche von Schritten und Türschlagen mit Räumlichkeit. Aufgenommene Lichtschalter-Klickgeräusche dienen als ironische Ebene für das Zurückklicken.
Auch Frequenztöne verwandeln das Objekt kurzzeitig in ein Musikinstrument.
Die Dialoge vom Cube zum Spieler geben dem Objekt eine Seele und bauen eine Beziehung zum Spieler auf.
  • Finalistin Liat Segal, Israel
    Attending machine

Material: Aluminum, UV-sensitive Pigmente, Elektronik, Mechanik, Software
Maße: 300 x 150 cm
Attending Machine visualisiert temporär Portraits aus Facebook Accounts. Die Teilnehmer haben akzeptiert bei einem virtuellen Event mit Namen „Donate your virtual identity to art“ mitzumachen. Als
Die Profilbilder der Teilnehmer werden gedruckt und verblassen wieder mit der Zeit. Das Portrait ist nicht mehr ewig und basiert darauf, wie sich die Person in dem Sozialen Netzwerk präsentiert.
Die Maschine zeichnet auf eine Wand aus ultra-violett-sensitiven Pigmenten. Während sind über die Oberfläche läuft, werden 96 UV LEDs an- und ausgeschaltet. So wird sie den UV Lichtern ausgesetzt und bildet Punkte und Striche auf der Oberfläche.

  • Finalistin Xanthe Somers, UK
    Don't bite the hand that feeds you, or maybe you should

Material: Laser cut, Mais aus Zimbabwe
Maße: 60 x 60 x 20 cm
Die Arbeit des Künstlers Xanthe Somers zeigt die Unabhängigkeits-Rede von Mugabe (Präsident und Diktator von Zimbabwe) aus dem Jahre 1980, die auf Maiskörnern gelasert wurden.
Insgesamt sind es 1658 Körner.
Die Arbeit soll eine Reflektion von der jetzigen Leere dieser Worte bilden – verschiedene Wortassoziationen entstehen, wenn die Körner bewegt werden, neue Gedanken entstehen.
Die Künsterlerin verwendet Maiskörner, weil Mais einst den größten Faktor in der Landwirtschaft in Zimbabwe bildete. Aber das Land ist nun von Armut und Not geprägt.
  • Finalistin Angelika Wischermann, Österreich
    Recht schön gelegen

Material: Erde, Teichfolie, Rollrasen, Holzbox
Maße: 200 x 300 cm

Eine Woche lang lag Angelika Wischermann täglich für mehrere Stunden im Gras. Bei der Eröffnung war der Abdruck ihres Körpers deutlich im Gras zu sehen, während der Ausstellung verschwindet er von Tag zu Tag wieder.
  • Gewinnerin 2. Platz: Rahel Zaugg, Schweiz
    Liberator – Parts of defence

Material: 3D prints (Kunststoff), Nägel
Maße: -
Liberator – Parts of Defence besteht aus Teilen der funktionsfähigen 3D druckbaren Libaratorpistole, deren Baupläne 2013 frei im Internet zugänglich waren. Liberator – Parts of defence stellt Teile dieser Waffe in neuer Kombination und somit auch neuer Funktion dar. Die Spirale – mit einem 3D Drucker herstellbar, der Nagel – handelsüblich, wurden vervielfältigt eingesetzt und zu einer schusssicheren Weste zusammengebaut. Bei dieser Arbeit setzte die Künstlerin Rahel Zaugg die Materialien so ein, dass aus einer 'Schusswaffe' eine 'Schutzwaffe' entstanden ist, die den schmalen Grad zwischen Angriff und Verteidigung, zwischen Schuss und Schutz thematisiert.

Danke 2016!

Mal wieder ein neuer Rekord: Über 2.000 Bewerbungen aus 84 Ländern erreichten uns 2016 - ein großartiges Ergebnis.

Auch die Sonderausstellung im Rahmen der BLOOOM - the converging art show war ein Erfolg auf ganzer Linie für die Finalisten.

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