FINALISTEN 2012

Die Finalisten von 2012 erzählen in spannenden Interviews über sich und ihre Arbeit.

  • Johanna Flammer, Deutschland

    Gewinnerin des BLOOOM Award by WARSTEINER 2012
Was bedeutet es für Dich, unter den Finalisten zu sein?
Ich freue mich riesig unter den Finalisten zu sein und bin gespannt, was auf der Messe passieren wird. Die Nominierung sehe ich als Antrieb und Bestätigung weiter zu machen. Anscheinend bin ich auf dem richtigen Weg ;)

Was hast du gerade gemacht, als du davon erfahren hast?
Ich habe im Atelier gearbeitet! Danach habe ich mit Freunden gefeiert ;)

Was hat Dich dazu bewegt am BLOOOM Award by WARSTEINER teilzunehmen?
Nach dem Studium ist es schwierig, seine Arbeiten an guten Orten präsentieren zu können. Da bietet die BLOOOM eine gute Plattform. Auch die Chance vom Fachpublikum wahrgenommen zu werden, sollte man nicht unterschätzen.

Hast Du Dich schon einmal für den BLOOOM Award oder einem anderen Wettbewerb beworben?
Nein.

Hast Du ein Vorbild, oder gibt es jemanden, der Dich besonders inspiriert?
Es gibt einfach zu viele ;)

Gibt es etwas (z.B. ein Erlebnis), das Dein künstlerisches Schaffen besonders geprägt hat?
Ich habe 2009 meine Arbeit Plateau auf dem Rundgang an der Kunstakademie gezeigt, an der ich 3 Monate lang gearbeitet hatte. Die Reaktionen der Besucher auf die Arbeit waren so unglaublich, dass ich heute noch davon zehre. Es ist schön zu wissen, dass man durch seine Arbeiten etwas im Betrachter auslösen kann.

Hast Du bereits an einer Gruppenausstellung teilgenommen oder hast Du Deine Arbeiten in einer Soloshow gezeigt?
Beides schon passiert.

Ist Deine Arbeit speziell für den Wettbewerb entstanden?
Nein, die Arbeit ist nur ein Teil einer ganzen Reihe.

Wenn nicht, warum hast Du gerade diese Arbeit eingesandt?
Sie ist eine meiner Favoriten, weil sie in der Anordnung der Elemente sehr stimmig ist.
  • AlexP, Niederlande

    2. Platz BLOOOM Award by WARSTEINER 2012
Alex
Simone
Was bedeutet es für Euch, unter den Finalisten zu sein?
Es ist ein Klischee, aber es ist eine Ehre aus über 800 internationalen Teilnehmern ausgewählt zu werden. Natürlich haben wir auch die anderen neun Finalisten und die Top 100 auf der Webseite angeschaut. Sie sind von einer ziemlich hohen Qualität, was es zu einer umso größeren Ehre macht.

Was habt Ihr gerade gemacht, als Ihr davon erfahren habt?
Wir waren auf einem vollen Straßenmarkt in Amstelveen und mussten erst mal ein Stück laufen, um zu hören, was am Telefon gesagt wurde.
Danach haben wir zu Hause mit den berühmten Niederländische stroopwafels gefeiert, die wir auf dem Markt gekauft hatten.


Was hat Euch dazu bewegt am BLOOOM Award by WARSTEINER teilzunehmen?
Die meisten Künstler machen Kunst, weil sie es lieben und sich selbst damit ausdrücken. Das trifft auch auf uns zu. Was für uns noch wichtiger ist, ist unsere Kunst mit der Welt zu teilen. Wir machen digitale Installationen und laden Menschen dazu ein, mitzumachen. Teil des BLOOOM Award zu sein bedeutet, dass wir unsere Kunst auf der BLOOOM einem großen Publikum zeigen können, was für uns nach großem Spaß klingt.

Hattet Ihr das Gefühl, dass Ihr unter den Finalisten sein würdet?

Überhaupt nicht! Natürlich glauben wir an unsere Arbeit, aber mit so vielen anderen talentierten Künstlern zu konkurrieren, macht es schwieriger als Finalist ausgewählt zu werden. Das erfordert eine Menge Zufall, genau wie unsere Kunst. Wir beziehen immer Zufall, Ungewissheit und Unwiederholbarkeit ein.

Wie habt Ihr angefangen Kunst zu machen?
Wir sind jetzt ein Duo, aber AlexP war zuerst ein Projekt von Alex. Er hat vor langer Zeit begonnen, Software zu entwickeln. In der Schule war er im Computer-Club. Auch wenn die Computer im Vergleich zu heute ziemlich simpel waren, hatte er damals schon das Gefühl das diese Maschinen eines Tages helfen würden, großartige Bilder, Töne und Installationen zu erzeugen. Für einige Jahre hat Alex mit Hilfe seiner selbst entwickelten Programme zweidimensionale Kunst gemacht. Seit den letzten Jahren arbeiten wir als Duo und machen interaktive Video-Installationen mit unserer eigenen Software. Mit unseren Installationen wollen wir versuchen, die Rezipienten zu verwirren und zu überraschen. Wir wünschen uns, dass die Menschen gleichzeitig über ihr Handeln, die Konsequenzen und ihre Rolle in der Welt nachdenken.

Habt Ihr ein Vorbild, oder gibt es jemanden, der Euch besonders inspiriert?
Wir haben kein richtiges Vorbild, aber wir mögen Künstler die nicht Standard-Strukturen folgen. Wenn wir jemanden nennen müssen, ist das Peter Struycken. In den Niederlanden ist er der Pionier der Computerkunst. Die meisten Leute kennen wahrscheinlich seinen Namen nicht, aber er hat eine Briefmarke mit Königin Beatrix designt, die wahrscheinlich alle kennen.

Gibt es etwas (z.B. ein Erlebnis), das Euer künstlerisches Schaffen besonders geprägt hat?
Das muss die Erfindung des Computers gewesen sein. Ohne Alex wäre ich vermutlich Veterinärin oder Physikerin geworden und es wäre niemals möglich gewesen, die Kunst zu machen, die wir machen.

Habt Ihr bereits an einer Gruppenausstellung teilgenommen oder habt Ihr Eure Arbeiten in einer Soloshow gezeigt?
Meistens nehmen wir mit unserer Arbeit an Festivals teil, auf denen verschiedene Künstler gezeigt werden. Wir hatten aber auch schon Gruppen- und Einzelausstellungen mit unserem statischen, nicht interaktiven Werk.

Ist Eure Arbeit speziell für den Wettbewerb entstanden? Wenn nicht, warum habt Ihr gerade diese Arbeit eingesandt?
Wir haben Marbling nicht für den Wettbewerb kreiert, sondern es auch schon bei anderen Gelegenheiten präsentiert. Wir haben gemerkt, dass die Leute sehr positiv darauf reagieren, deshalb freuen wir uns, dass Werk vor einem größeren Publikum zeigen zu können. Der BLOOOM Award schien uns eine gute Möglichkeit dafür.
  • Mariola Laschet, Deutschland

    3. Platz BLOOOM Award by WARSTEINER 2012
Was bedeutet es für Dich, unter den Finalisten zu sein?
Es ist großartig, einer der Finalisten zu sein... Es ist eine große Anerkennung für meine Arbeit.

Was hast Du gerade gemacht, als Du davon erfahren hast?
Da war ich gerade mit dem Aufbau meiner Ausstellung im Kunstraum Unten beschäftigt… Zerbrach mir grade den Kopf darüber, wie ich das ganze aufbauen sollte. Als dann die Zusage kam, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte, war ich absolut euphorisiert und motiviert.... Es war fantastisch.

Was hat Dich dazu bewegt am BLOOOM Award by WARSTEINER teilzunehmen?
…zum Einen die Möglichkeit meine Arbeit einem breiten internationalen Publikum zeigen zu können und zum Anderen, was für mich absolut ausschlaggebend war, die Mentorenunterstützung als Preis/Gewinn des Wettbewerbs. Meiner Ansicht nach ist das der beste Preis, den man als junger unbekannter Künstler erhalten kann, Unterstützung und Hilfe von den Großen beim Fußfassen im Kunstmarkt.

Hast Du Dich schon einmal für den BLOOOM Award oder einen anderen Wettbewerb beworben?
Ja, habe ich sowohl als auch...

Hast Du ein Vorbild, oder gibt es jemanden, der Dich besonders inspiriert?
....das Leben und seine Akteure....

Gibt es etwas (z.B. ein Erlebnis), das Dein künstlerisches Schaffen besonders geprägt hat?
Ausschlaggebend war die Umsiedlung von Polen nach Deutschland… Da ich keine Spielsachen, bis auf ein kleines Äffchen, mitnehmen konnte und das Geld knapp war, fing ich an, meine "Spielsachen" zu zeichnen und zu malen.
Ach ja und da war noch ein einfacher Fleck an der Wand aus Farbe, Schmierfett und Staub, den ich während meiner Hospitanz am Schauspielhaus Bochum in den manchmal langweiligen Proben anstarrte. Mal sah er aus wie ein rauchendes Frauengesicht, mal wie ein pinkelnder Hund. Ich war fasziniert, wie aus einem immer gleichen Fleck verschiedene Geschichten und Bilder entstehen können und das immer wieder aufs Neue.

Hast Du bereits an einer Gruppenausstellung teilgenommen oder hast Du Deine Arbeiten in einer Soloshow gezeigt?
Ja, ich habe schon an ein paar Gruppenausstellungen teilgenommen. Meine erste "Soloshow" hatte ich vor kurzem im Kunstraum Unten im Bochum.

Ist Deine Arbeit speziell für den Wettbewerb entstanden?
Nein, ich finde die Motivation für eine Arbeit sollte nicht ein Wettbewerb sein…
Egal, wie großartig dieser auch ist.

Wenn nicht, warum hast Du gerade diese Arbeit eingesandt?
Es ist die Arbeit, an der mein meistes Herzblut hängt… Zwei lange Jahre haben wir miteinander verbracht.
  • Miya Ando, USA

Was bedeutet es für Dich, unter den Finalisten zu sein?
Ich fühle mich sehr geehrt unter den Finalisten zu sein und bin sehr dankbar, dass mein Werk ausgewählt wurde.

Was hast Du gerade gemacht, als Du davon erfahren hast?
Ich habe im Atelier gearbeitet.

Was hat Dich dazu bewegt am BLOOOM Award by WARSTEINER teilzunehmen?
Ich finde, es ist wirklich ein sehr interessantes Projekt.

Hattest du das Gefühl, dass du unter den Finalisten sein würdest?
Ich habe es mir gewünscht, aber ich war mir wirklich nicht sicher!

Wie hast du angefangen Kunst zu machen?
Ich habe angefangen Stahl-Skulpturen in der Schule zu gestalten, dann habe ich angefangen mich mit Oberflächen und der Transformation von Oberflächen zu beschäftigen.

Hast Du ein Vorbild, oder gibt es jemanden, der Dich besonders inspiriert?
Mein Vorbild ist meine Großmutter, Miyako Ando. Sie hatte die ehrlichste und schönste Seele der Welt.

Gibt es etwas (z.B. ein Erlebnis), das Dein künstlerisches Schaffen besonders geprägt hat?
Als Kind habe ich in einem buddhistischen Tempel in Japan gelebt, ich bin noch heute inspiriert von den leuchtenden Gold-Panelen auf dem Altar im Tempel. Selbst in der Dunkelheit haben sie auf magische Art geleuchtet. Der Glanz, die Magie und die Transzendenz dieser Gold-Panele haben einen fortwährenden Einfluss auf meine Kunst.

Hast Du bereits an einer Gruppenausstellung teilgenommen oder hast Du Deine Arbeiten in einer Soloshow gezeigt?
Ich habe sowohl alleine als auch mit anderen ausgestellt.

Ist Deine Arbeit speziell für den Wettbewerb entstanden? Wenn nicht, warum hast Du gerade diese Arbeit eingesandt?
Ich habe eine Arbeit aus einer Serie von Daguerreotypien eingesendet, an denen ich gerade arbeite.
  • Stefan Bircheneder, Deutschland

Was bedeutet es für Dich, unter den Finalisten zu sein?
Es ist mir natürlich eine große Ehre, bedeutet aber auch viel Aufregung und Spannung.

Was hast Du gerade gemacht, als Du davon erfahren hast?
Das weiß ich jetzt nicht mehr, aber ich weiß, was ich danach gemacht habe: mit Freunden angestoßen.

Was hat Dich dazu bewegt am BLOOOM Award by WARSTEINER teilzunehmen?
Die Aussicht, mein Werk vor großem Publikum zu zeigen.

Hast Du Dich schon einmal für den BLOOOM Award oder einen anderen Wettbewerb beworben?
Für den BLOOOM Award by WARSTEINER noch nicht, nur als Kind habe ich beim Malwettbewerb der Volksbank mitgemacht ;-)

Hast Du ein Vorbild, oder gibt es jemanden, der Dich besonders inspiriert?
Die Melancholie und Romantik in Caspar David Friedrichs Naturlandschaften finde ich für mich in der Industrie. Als inspirierenden Charakter schätze ich die ungekünstelte und zurückhaltende Art von Gerhard Richter - seine Werke selbstverständlich auch.

Gibt es etwas (z.B. ein Erlebnis), das Dein künstlerisches Schaffen besonders geprägt hat?
Die Erkenntnis, dass Schönheit auch im vermeintlich Hässlichen liegen kann.

Hast Du bereits an einer Gruppenausstellung teilgenommen oder hast Du Deine Arbeiten in einer Soloshow gezeigt?
Sowohl als auch, aber nur in Bayern.

Ist Deine Arbeit speziell für den Wettbewerb entstanden?
Nein.

Wenn nicht, warum hast Du gerade diese Arbeit eingesandt?
Weil es zur Zeit mein Lieblingswerk ist.
  • Heike S. Bühler, Deutschland

Was bedeutet es für Dich, unter den Finalisten zu sein?
Find ich kul!

Was hast Du gerade gemacht, als Du davon erfahren hast?
Ich fuhr Rad.

Was hat Dich dazu bewegt am BLOOOM Award by WARSTEINER teilzunehmen?
Ist doch ein netter Wettbewerb!

Hast Du Dich schon einmal für den BLOOOM Award oder einen anderen Wettbewerb beworben?
Ja.

Hast Du ein Vorbild, oder gibt es jemanden, der Dich besonders inspiriert?
Rafael Horzon – das beste Praktikum meines Lebens und Joep van Lieshout - der kocht hammermäßige Meeresfrüchte.

Gibt es etwas (z.B. ein Erlebnis), das Dein künstlerisches Schaffen besonders geprägt hat?
Mein Praktikum bei Moebel Horzon.

Hast Du bereits an einer Gruppenausstellung teilgenommen oder hast Du Deine Arbeiten in einer Soloshow gezeigt?
Ja.

Ist Deine Arbeit speziell für den Wettbewerb entstanden?
Nein.

Wenn nicht, warum hast Du gerade diese Arbeit eingesandt?
Passte einfach!
  • SAEED FOROGHI, Deutschland

Was bedeutet es für Dich, unter den Finalisten zu sein?
Als spät reingerutschter Finalist in die Truppe bedeutet es für mich, zuerst Stress, aber auf eine sehr positive Art. Es freut mich, die anderen Finalisten und Leute vom BLOOOM Award kennen zu lernen.

Was hast Du gerade gemacht, als Du davon erfahren hast?
Seit einem Jahr bin ich von meiner Ex-Freundin getrennt und im Laufe dieser Zeit sind alle meine Versuche sowohl mit Frauen als auch in der Kunstszene gescheitert. Alles funktionierte fast bis zum Ziel, aber es klappte trotzdem nicht:zum Besipiel der vierte Platz bei einer Ausschreibung, die nur drei Personen aufnahm. Als ich hörte, dass ich einer der BLOOOM Award Finalisten bin, dachte ich „endlich“, vielleicht finde ich auch bald eine Freundin!

Was hat Dich dazu bewegt am BLOOOM Award by WARSTEINER teilzunehmen?
Ein Flyer. Als ich als „Erasmusstudent“ vom Osten (Dresden), im Westen (Düsseldorf) studierte (2010), fand ich am Gang der Düsseldorfer Kunstakademie Werbeflyer vom BLOOOM Award. Der Flyer sah sehr ernsthaft aus und ich stehe auf ernsthafte Dinge.

Hast Du Dich schon einmal für den BLOOOM Award oder einen anderen Wettbewerb beworben?
2011 verpasste ich den Wettbewerb wegen meines Diploms.

Hast Du ein Vorbild, oder gibt es jemanden, der Dich besonders inspiriert?
Christoph Schlingensief, insbesondere durch seinen frühen Tod. Ich hab immer das Gefühl, dass ich nicht so lange leben werde.

Gibt es etwas (z.B. ein Erlebnis), das Dein künstlerisches Schaffen besonders geprägt hat?
ZWEIFEL. Das prägt meine Kunst am meisten.

Hast Du bereits an einer Gruppenausstellung teilgenommen oder hast Du Deine Arbeiten in einer Soloshow gezeigt?
Mehrmals. Sowohl als auch.

Ist Deine Arbeit speziell für den Wettbewerb entstanden?
Nein und ich mag es gerade, wenn ich keine Auftragsbedingungen als Künstler erfüllen muss.

Wenn nicht, warum hast Du gerade diese Arbeit eingesandt?
Sie ist eine von meiner Arbeiten, die am längsten mit mir lebte. Darauf lege ich Wert.

  • Jacky Hijstek, Niederlande

© Remie van Os
Was bedeutet es für Dich, unter den Finalisten zu sein?
Es ist ein großartiger Start für meine Karriere als professionelle Künstlerin. Auch für mein Werk wahrgenommen zu werden fühlt sich gut an.

Was hast Du gerade gemacht, als Du davon erfahren hast?
Ich habe mich gerade für die Arbeit fertig gemacht. Ich stand in der Küche, halb angezogen, als mein Telefon klingelte. Ich dachte zuerst es wäre jemand, der mich wegen eines Hauses anruft, dann habe ich plötzlich verstanden. Ich war völlig aus der Fassung.

Was hat Dich dazu bewegt am BLOOOM Award by WARSTEINER teilzunehmen?
Es sah und sieht alles sehr vielversprechend aus! Mir gefällt das internationale Flair und die Möglichkeit, auf der ART.FAIR und BLOOOM auszustellen. Das ist eine großartige Chance, sein Werk vor einem breiten Publikum zu präsentieren.

Hattest du das Gefühl, dass du unter den Finalisten sein würdest?
Nein, gar nicht! Ich wusste nicht, was mich erwartet. Bei einem internationalen Award ist die Konkurrenz groß und die Chancen geringer. Eine Kunst-Jury ist immer schwer zu überzeugen.

Wie hast du angefangen Kunst zu machen?
Ich war immer damit beschäftigt Dinge zu kreieren. Ich war jahrelang in Hobby-Clubs an meinen freien Mittwochnachmittagen. In der Schule habe ich alle meine Materialien bemalt, ausgeschnitten und eigenartige Strukturen ausgeschnitten.
Solange ich mich erinnern kann, wollte ich immer Künstlerin werden. Mein Traum war immer, auf die Kunstschule zu gehen, und das habe auch ich getan.

Hast Du ein Vorbild, oder gibt es jemanden, der Dich besonders inspiriert?

Der Italienische Schriftsteller Alessandro Baricco ist eine große Inspiration für mich.
Sein Essay Die Barbaren hat mir viel Stärke und Kraft gegeben. Es hat meine Art darüber zu denken, was es bedeutet ein Künstler zu sein, verändert. Leider glaube ich, dass das Essay nie ins Englische übersetzt wurde. Ins Niederländische aber schon und ich habe es sicherlich sieben Mal gelesen. Der Kern des Essays ist, dass es keinen Falschen Weg zu denken gibt. Der Weg ist verantwortlich für die Entwicklung der eigenen Kreation. Er spricht zwar nicht über Kunst im Speziellen, aber über jede mögliche Variation wie das Leben und seine Formen in unserer Welt funktionieren.
Das macht es zu einem Schatz für mich.

Gibt es etwas (z.B. ein Erlebnis), das Dein künstlerisches Schaffen besonders geprägt hat?
Einsamkeit ohne einsam zu sein ist, denke ich - meine größte Inspiration.

Hast Du bereits an einer Gruppenausstellung teilgenommen oder hast Du Deine Arbeiten in einer Soloshow gezeigt?
Ja, ich hatte meine erste Einzelaustellung als ich in Kanada studiert habe. Ich habe eine Installation speziell für eine Galerie kreiert. Die andere große Show, an der ich teilgenommen habe, war die Abschlussaustellung meiner Universität.

Ist Deine Arbeit speziell für den Wettbewerb entstanden? Wenn nicht, warum hast Du gerade diese Arbeit eingesandt?
Nein, ich habe meine Abschlussarbeit eingereicht. Es ist die Arbeit, die mir am meisten bedeutet.
  • QUINTESSENZ CREATION, Deutschland

Eugen Schulz
Thomas Granseuer
Marcel Kreipe
Tomislav Topic
Was bedeutet es für Euch, unter den Finalisten zu sein?
Wir arbeiten jetzt seit 2008 gemeinsam als Gruppe an freien experimentellen und angewandten Projekten. Wir sehen die Teilnahme und die Möglichkeit, unter den Finalisten zu sein, als Plattform für neue Netzwerke und produktiven Austausch mit anderen Kreativen.

Was habt Ihr gerade gemacht, als Ihr davon erfahren habt?
Wir waren alle verstreut unterwegs, es folgte ein Anruf, dann der nächste. Bis alle sich gegenseitig angerufen hatten.

Was hat Euch dazu bewegt am BLOOOM Award by WARSTEINER teilzunehmen?
Wie schon oben erwähnt, der Austausch mit anderen Menschen und der Präsenz in der kreativen Welt.

Habt Ihr Euch schon einmal für den BLOOOM Award oder einen anderen Wettbewerb beworben?
Beim BLOOOM Award haben wir uns das erste Mal beworben. Wir haben in der Vergangenheit ein paar Arbeiten und Projekte bei Wettbewerben eingereicht und auch einige erfolgreich absolviert.

Habt Ihr ein Vorbild, oder gibt es jemanden, der Euch besonders inspiriert?
Das Leben.

Gibt es etwas (z.B. ein Erlebnis), das Euer künstlerisches Schaffen besonders geprägt hat?
Unser erstes gemeinsames Projekt in der Gruppe, ein Film aus der Reihe Color in Motion 1-3, bei dem wir durch literweise Farbe, die alten Industriekomplexe via Stop Motion-Technik zum Leben erweckten und uns spielerisch/grafisch auf dem Gemäuer verewigten.

Habt Ihr bereits an einer Gruppenausstellung teilgenommen, oder habt Ihr Eure Arbeiten in einer Soloshow gezeigt?
Wir wurden auf einige Film und Artfestivals eingeladen, auf denen wir uns austoben konnten oder Arbeiten gezeigt haben. Auf dem Ibug Festival 2011 in Meerane produzierten wir innerhalb einer Woche, den beim BLOOOM Award eingereichten Film Color My Kingdom. Im April 2012 haben wir die Möglichkeit bekommen gemeinsam mit Danny Doom in der OneZeroMore Galerie im Schanzenviertel Hamburgs auszustellen. Unter dem Titel think about the stories we could have told haben wir in Kollaboration Leinwände und Grafiken erstellt, bei denen Geschichten entstanden sind, die wir nun erzählen können und mit uns tragen. Dieses Jahr war Quintessenz Creation erneut bei dem Ibug Festival dabei und außerdem auf der Stroke - Urban Artfair, eine internationale Messe in Berlin, vertreten.

Ist Eure Arbeit speziell für den Wettbewerb entstanden?
Wie schon erwähnt ist der Film auf dem Ibug Festival 2011 entstanden. Die Herausforderung bei der Umsetzung war die Zeit. Filme, die wir davor entwickelten, haben teilweise Monate in Anspruch genommen, wie z.B. der Film True Colors. Bei Color My Kingdom arbeiteten wir mit unbekannten Räumlichkeiten, in denen wir eine Story kreierten.
Mit dem Soundtrack der Musikgruppe Symbiz-Sounds in den Ohren, entwickelten sich die ersten Ideen bei der Begehung der Industrieanlage. Die Räumlichkeiten mit ihren bestehenden Bedingungen, wie z.B. der Aufbau der Räume, altes Mobiliar, ranzige Wände und herumliegender Industrieabfall sollten in einen Kontext mit Elementen, wie Farben, Formen und Linien gebracht werden, um so ein spannendes Gesamtwerk entstehen zulassen. Die von uns eingebrachten Impulse erwecken die verlassene Anlage zu neuen und unerwarteten Leben.

Wenn nicht, warum habt Ihr gerade diese Arbeit eingesandt?
Der Film Color My Kingdom entsteht durch den Aufbau verschiedener Bildelemente die zu einer Geschichte werden. Es entstehen Bildreihenfolgen, die eine Richtung aufweisen und zu einem Ganzen werden. Der Film passt zum Inhalt und den Rahmenbedingungen des BLOOOM Award!
  • Sebastian Hennig/Face the Euro, Deutschland

© Daniel Zakharov
Was bedeutet es für Dich, unter den Finalisten zu sein?
Eine Chance.

Was hast Du gerade gemacht, als du davon Erfahren hast?
Ich habe gearbeitet.

Was hat Dich dazu bewegt am BLOOOM Award by WARSTEINER teilzunehmen?
Das war Daniel Zakharov.

Hast Du Dich schon einmal für den BLOOOM Award oder einen anderen Wettbewerb beworben?
Nein.

Hast Du ein Vorbild, oder gibt es jemanden, der Dich besonders inspiriert?
Nein.

Gibt es etwas (z.B. ein Erlebnis), das Dein künstlerisches Schaffen besonders geprägt hat?
Ja, angewandtes Arbeiten.

Hast Du bereits an einer Gruppenausstellung teilgenommen oder hast Du Deine Arbeiten in einer Soloshow gezeigt?
Nein.

Ist Deine Arbeit speziell für den Wettbewerb entstanden?
Nein.

Wenn nicht, warum hast Du gerade diese Arbeit eingesandt?
Weil die Arbeit persönlich, zeitgemäß, disziplinübergreifend und motivierend ist.
  • Daniel Zakharov/Face the Euro, Deutschland

© Daniel Zakharov
Was bedeutet es für Dich, unter den Finalisten zu sein?
Ich habe mich selbstverständlich sehr gefreut! Es ist nicht alltäglich,
bei einem großen Wettbewerb unter die Top 10 zu kommen, dementsprechend
groß war die Freude.

Was hast Du gerade gemacht, als Du davon erfahren hast?
Das Klingeln des Handys hat mich aus dem Tiefschlaf gerissen.

Was hat Dich dazu bewegt am BLOOOM Award by WARSTEINER teilzunehmen?
Als Künstler will man seine Arbeiten einem größeren Publikum präsentieren, die BLOOOM bietet dazu eine großartige Möglichkeit.

Hast Du Dich schon einmal für den BLOOOM Award oder einen anderen Wettbewerb beworben?
Beim BLOOOM Award habe ich mich vorher nicht beworben, bei anderen Wettbewerben allerdings schon.

Hast Du ein Vorbild, oder gibt es jemanden, der Dich besonders inspiriert?
Von Vorbildern würde ich nicht sprechen, inspirierend finde ich aber Werke zahlreicher kreativer Persönlichkeiten, ob aus Musik, Kunst oder Film. Werner Herzog oder Michael Haneke sind zum Beispiel solche Persönlichkeiten. Ihre Filme wie Fitzcarraldo, Das weiße Band oder auch In the mood for love von Wong Kar-Wai haben mich sowohl auf visueller, als auch auf inhaltlicher Ebene sehr beeindruckt. Dasselbe gilt für das Schaffen zahlreicher Fotografen wie August Sander, William Eugene Smith, Rene Burri, Andreas Gursky, Stephen Shore oder auch Corey Arnold.

Gibt es etwas (z.B. ein Erlebnis), das Dein künstlerisches Schaffen besonders geprägt hat?
Da ich aus einer Künstlerfamilie komme, bin ich seit meiner Kindheit von Kunst und Künstlern umgeben. Ich habe schon früh angefangen sehr viel zu fotografieren, ohne mir allerdings bewusst zu werden, dass ich Fotograf werden will. Das Schlüsselfoto, nachdem mir bewusst geworden ist, dass ich mich damit professionell beschäftigen will, ist bei einem Aufenthalt in Rotterdam entstanden. Es war ein schwarz-weißes Foto, das ich von einem guten Freund gemacht habe. Dieses Foto ist für mich die Geburtsstunde meiner Identität als Fotograf. Seit dem bin ich immer und überall auf der Suche nach dem für mich perfekten Motiv.

Hast Du bereits an einer Gruppenausstellung teilgenommen oder hast Du Deine Arbeiten in einer Soloshow gezeigt?
Ja.

Ist Deine Arbeit speziell für den Wettbewerb entstanden?
Nein, Face the Euro ist unabhängig von diesem Wettbewerb entstanden.

Wenn nicht, warum hast Du gerade diese Arbeit eingesandt?
Wie Sebastian Hennig schon sagte, weil sie aktuell ist und auch verschiedene kreative Disziplinen vereint, was zum Gedanken des BLOOOM Award passt.
Das Video zur Verleihung des BLOOOM Award 2012 findet Ihr hier!