Top 10 2015

Diese 10 Künstler haben die Jury überzeugt und sich gegen mehr als 1.500 Bewerbungen aus 75 Ländern durchgesetzt. Alle zehn Finalisten erhalten die Möglichkeit, ihre Arbeit auf der BLOOOM - the converging art show in Köln vom 24. bis 27. September 2015 vor 36.000 Besuchern auszustellen.

  • Finalistin Oona Ball, UK
    Burnt Out

Material: Bearbeitetes Messing, Acrylfarbe, Kreide- und Kohlezeichnung
Maße: 30 x 2 cm
Oona Ball begann damit, Skulpturen zu fertigen, die als ein Akt der Malerei zu existieren schienen; diese Malerei-Skulpturen führten nun zu der Serie, mit der sie sich derzeit beschäftigt. Die hier präsentierte Arbeit manifestiert sich als eine Mischung aus Malerei, Zeichnung und Skulptur. Elemente, die alle im Rahmen einer Mise en Scène ausgedrückt werden. Die Objekte, mit denen Ball arbeitet, sind von kleiner, unscheinbarer Größe und leicht zu übersehen. Durch den Akt des Betrachtens und des genauen Musterns offenbart sich ihre Falschheit: Was auf den ersten Blick wie ein abgebranntes Streichholz und ein Brandfleck erscheint, sind tatsächlich eine sorgfältig gefertigte Messing-Reproduktion und ein Wandbild.
  • Finalist John Bizas, Italien
    Still 7

Material: Carrara-Marmor & sieben hölzerne Pfeile
Maße: 112 x 70 x 73 cm
John Bizas verwendet in seiner Arbeit die Figur des Hais als Metapher für die Menschheit.
Ein aggressiver und hungriger Hai, der alles frisst und zerstört, was ihm in dem Weg kommt. Genauso, wie es die Menschen jeden Tag auf der Erde tun – gegeneinander und gegen Tiere gerichtet.
In seiner Arbeit zeigt Bizas die „Hai-Menschheit“, verwundet durch sieben Pfeile, auf denen die „sieben Todsünden“ geschrieben sind. Damit möchte er zum Ausdruck bringen, dass selbst Jahrhunderte nach „Entstehung der Todsünden“ immer noch dieselben Pfeile die Menschheit „verwunden“.
  • Finalisten KALYPSO, Deutschland
    NEGUA

Material: Interaktive Video Installation
Maße: Variabel, die realisierte Version hatte die Abmessungen: 900 x 500 x 400 cm
Länge: 02:19 min
Augen zwinkern, schweifen sanft hin und her und starren dann wieder auf den Betrachter: NEGUA nennt sich diese interdisziplinäre Kunstinstallation, die Form, Fotografie und visuelle Performance kombiniert. Im Fokus steht das Auge: jeweils weit geöffnet, geschlossen, nach links blickend und nach rechts blickend – davon werden insgesamt vier Fotos gemacht. Diese Bilder werden dann für die Projektion an einen Computer übertragen. NEGUA erwacht zum Leben, wenn die Augen der Mitmachenden auf überlebensgroße weiße Kugeln projiziert werden, die im Eingangsbereich zur Installation an einer raumgreifenden Wabenstruktur befestigt sind.
  • Finalistin Liat Livni, Israel
    Jerusalem Boulevard, Jaffa

Material: 30 Veneer-Schichten
Maße: 200 x 186 cm
Die Arbeit Jerusalem Boulevard, Jaffa zeigt die Auswirkungen der Zeit auf den Boulevard. Die Gebäude, welche den Boulevard in Liat Livnis Arbeit schmücken, stammen aus verschiedenen Epochen:

Vergangenheit – Zaki Khalaf House, Alhambra-Theater, Palmen gepflanzt zur Einweihung des Boulevards und des Brunnens
Gegenwart – Hausnummern 1 und 11
Zukunft – Vorschlag zur Restaurierung der Fassade des Alhambra-Theaters.

Die Epochen sind miteinander verflochten und zeigen so eine Wirklichkeitsabbildung einheimischer Architektur. Die Arbeit besteht aus von Hand geschnitten Schichten aus Holzfurnier. Die obere Hälfte zeigt eine exakte und minutiöse Darstellung der Häuser. Im Vergleich dazu wird im unteren Teil eine Abstraktion von der natürlichen Zerbrechlichkeit des Holz gezeigt.
Die Arbeit wird mit einiger Entfernung zur Wand angebracht, um ein Gefühl des Schwebens zu vermitteln, wie ein Objekt, dem die Basis oder die Wurzeln fehlen, in der Luft gepflanzt, da der Bezug zu Raum und Zeit fehlt.
  • Finalist Masoud Moein Eslam, Iran
    Tehran

Video
Länge: 2:55 Minuten
Masoud Moein Eslam präsentiert einen experimentellen Kurzfilm. Der Film, der sich durch seine abstrakte Struktur auszeichnet, zeigt die städtischen Lichter der Hauptstadt Irans, Teheran.
  • Finalist Erik Porstmann, Deutschland
    Kinderbilder

Material: Öl auf Leinwand
Maße: 120 x 90 cm
Auswahl: 2 aus 7
Material: Öl auf Leinwand
Maße: 120 x 90 cm
Auswahl: 2 aus 7
Je bunter die Welt, desto schöner das Grauen. Vordergrund, Hintergrund, Abgrund.
  • Finalistin Betty Rieckmann, Deutschland
    a morphing Frank Stella

Material: Holz, Plexiglas, Lack, LEDs, DMX Platinen, Aruino, Kabel
Maße: 100 x 100 x 40 cm
Schon der Titel ihrer buchstäblich vielschichtigen Lichtkästen macht deutlich, wie direkt Betty Rieckmann mit ihrem Werk in die Tradition der Lichtkunst einsteigt. Sie möchte in diesen Arbeiten die Idee von Frank Stellas „concentric squares“-Gemälden mit den Möglichkeiten des Lichts weiterentwickeln, indem sie die Farben der Leinwand in Licht verwandelt und die statische Farbwirkung des Gemäldes in Bewegung bringt. Ihr Thema: „Wie kann ich mit Licht malen?“ Um Lichtquellen im Werk zu integrieren, hat die Künstlerin die quadratischen Rahmen in einem konzentrischen Trapez übereinandergeschichtet, mit der Folge, dass sich die Farbflächen in farbige Lichträume verwandeln.
  • Finalist Johan Schäfer, Deutschland
    kleines grünes Auto

Material: Öl auf Baumwollgewebe
Maße: 150 x 330 cm
Ein Auto, gemalt in Originalgröße. In seiner Serie „Das Leben befiehlt“ eignet sich Johan Schäfer Dinge seiner Umgebung an, indem er sie isoliert. Dabei bedient er sich an allem, was ihm im Alltag begegnet, was im Atelier herumliegt – bis hin zum Parkplatz unten vorm Haus. Es findet außerdem immer ein Spiel mit dem Format statt, bei dem die Leinwand selbst zum Objekt wird.
  • Finalist Mark Swysen, Belgien
    garden of eden:
    reconsiderations on the concepts of the original sin

Material: Installation
Maße: 550 x 400 x 400 cm
Video von der Installation, Dauer: 00:35 min
Vor dem Hintergrund der kathedralartigen Architektur der Sint-Baafsabbey-Kirche in Aardenburg – einem Haus Gottes – inszeniert Mark Swysen die Parallelität, die zwischen dem christlichen Dogma einer Welt – entstanden aus göttlicher Intervention – und der wissenschaftlichen Hypothese eines Lebens auf der Erde – resultierend aus einer Verbindung aus Wasser, Kohlenstoff und Sonnenkraft – herrscht. Im Zentrum der Halle sind Hunderte von PET-Flaschen in Form einer Helix aufgehängt, die eine überdimensionale DNA-Kette, den genetischen Code des Lebens, suggeriert. Doch die Helix ist nicht perfekt. An einer Vielzahl von Stellen sind Fehler offensichtlich: Mutationen. Die Erbsünde – die Unmöglichkeit der Menschheit gemäß einem gottgegebenen moralischen Standard zu handeln – ist in unserem genetischen Erbe auf natürliche Weise vorhanden.
  • Finalistin Kati von Schwerin, Deutschland
    i knew pinocchio when he wasn't famous

Material: Holz, Baumwolle, Acryl
Größe: 55 x 65 cm
Bei dieser Arbeit geht es um des Künstlers Ego, welches in nicht wenigen Fällen skurrile Züge annimmt, zudem findet sich hier ein Selbstzitat („Don’t ever trust the artist“, 2011). Der Pinocchio als Lügen-Künstler, der sich eine eigene Realität erschaffen kann und somit Illusionen und Täuschungen erzeugt. Es geht um Transformation und Deformation, von Verhältnissen zur Freundschaft und zur Wahrheit. Das Holz ohne Schrift ist nicht mehr richtig zusammengesetzt, ergo: Es entsteht eine nicht offensichtliche Brechung der Wahrheit.

Danke 2015!

Ein neues Jahr, ein neuer Rekord:
Über 1.500 Bewerbungen aus 74 Ländern erreichten uns 2015 - ein großartiges Ergebnis.

Auch die Sonderausstellung im Rahmen der BLOOOM - the converging art show war ein Erfolg auf ganzer Linie für die Finalisten

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